Ausreißen als letzter Ausweg

von Annie Chen

Trichotillomanie ist eine unterschätzte Zwangserkrankung, bei der sich Betroffene, als Ventil innerer Anspannungen, die eigenen Haare ausreißen. Die Forschung dieser Krankheit steckt heutzutage noch in ihren Änfängen, da die Dunkelziffer der Erkrankten noch sehr hoch ist. Viele Betroffene wissen nicht, dass die Angewohnheit eine Zwangserkrankung ist und behandelt werden kann. weiterlesen »

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Hoch, höher, Osttribüne

von Katja Burger

Im November des vergangenen Jahres war ich zum ersten Mal in meinem Leben im Fußballstadion. Ich habe mir mit meinem Freund und seinem Vater das Spiel 1. FC Köln gegen TSG 1899 Hoffenheim im Rheinenergie-Stadion angeguckt. Bis ich aber wirklich auch auf das Spiel achten konnte, musste ich andere Probleme bewältigen.

Ich habe Angst. Ich wage es gar nicht, mich umzudrehen und nach hinten zu schauen. Mit dieser Höhe hatte ich nicht gerechnet. Dabei habe ich gar keine Höhenangst, zu-mindest dachte ich das bisher. Vielleicht liegt es auch daran, dass es hier so wahnsinnig steil nach unten geht. weiterlesen »

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Halz Maul und Spiel! Ein Rockmärchen!

von Friederike Bauer

Vom Schülerkeller über den Majordeal in eine ungewisse Zukunft

A 46 – Ausfahrt Iserlohn Zentrum, erste Straße rechts. Dem Straßenverlauf weiter folgen. Dem Anreisenden präsentiert sich hier am Rande des Sauerlandes ein unspektakuläres Bild. Eine Feuerwehr, eine Fußgängerzone, ein Eishockeyteam, ein Freibad, 100.000 Seelen. Nach 2 km abbiegen. Es wird trister. Betonwände zur Rechten, ein großer gelber Klotz zur Linken. Der große gelbe Klotz entpuppt sich beim Betreten als Schule – das weiterlesen »

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Wenn alles weg ist!

von Christoph Meyer

Sie stehen beide direkt vor mir. Bekleidet jeweils mit dicker Winterjacke, Schal und Mütze. Der Eine verlangt von mir Geldbörse, Handy und sogar meinen Haustürschlüssel. Mich überkommt ein Gefühl der Angst und Unsicherheit. Mein Handy mit dem ich schnell jemanden anrufen könnte – weg. Das Portemonnaie inklusive Geld und EC-Karte, mit dem einkaufen so schnell und bequem ist – weg. Der Schlüssel zu meiner kleinen, aber gemütlichen und warmen Studentenbude im Herzen der Stadt – weg. Soll ich das jetzt wirklich machen? Ich überwinde mich und gebe ihm die drei Dinge. Jetzt nehme ich meinen Schlafsack und habe sonst nichts, außer den Kleidern an meinem Körper. Es ist ein kalter Winterabend mitten in Köln. weiterlesen »

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Die Pest in Hamburg

von Annika Kunkel

Dunkle Räume, endlose Gänge. Hänker, Brandstifter, Piraten und Professoren. Das Dungeon in Hamburg läd ein zu einer interaktiven Zeitreise durch Hamburgs dunkle Geschichte.

Meine Hände zittern. Es ist dunkel. Durchdringende Schreie. Jede Bewegung um mich herum nehme ich wahr. Wir sind ungefähr 15 Leute. Eine Tür öffnet sich, ein Mann betritt den Raum. Er ist blass, hat ein faltiges Gesicht und einen leeren, nichts sagenden Blick. Einige werden von ihm in einen weiteren Raum geführt, hinter mir schließt sich die Tür und ich befinde mich mitten in der Geschichte Hamburgs, irgendwo in Hamburg. Um genau zu sein im Dungeon Hamburg, wo man – so der Veranstalter – die „Dunkle Geschichte Hamburgs“ am eigenen Leib miterleben kann. weiterlesen »

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SOS im Kinderzimmer – Wenn das Leben plötzlich auf der Kippe steht

Von Anna-Katharina Oster

Vieles im Leben kommt unverhofft. Sonnenschein, wenn Regen angekündigt war, eine Zwei in der Mathearbeit, die schon verhauen schien. Aber auch Krankheiten, die harmlos anfangen und dann doch schwerer sind, als erwartet.Diese Erfahrung mache ich auf der Kinderkrebsstation in einer mittelgroßen Stadt in Nordrhein-Westfalen. Lange vor meinem Besuch der Kinderkrebsstation bereitet mir der Gedanke an die traurigen Kinderaugen heftige Bauchschmerzen. Ich stelle mir eine düstere Station vor und alte Nonnen, die mit den hilflosen Kindern beten. Doch es kommt ganz anders. weiterlesen »

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Spielen im Internet als Kommunikationsersatz

von Julian Harnacke

Die Sonne geht auf über Aezeroth und es beginnt ein neuer Tag für weltweit über 11,5 Millionen aktive Spieler des Spiels „World of Warcraft“ und für mich. Ich hoffe wieder auf die Mitspieler der letzten Nacht zu treffen, die sich als ausgesprochen fähig herausgestellt hatten. Es konnte sogleich eine Übereinkunft über die Strategie im Lösen von Aufgaben hergestellt werden.

Werde ich heute weiterlesen »

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Alltagsdrogen im drei Tagetest- Erlebnisse eines Selbstversuches

von Jan-Hendrick Willers

Ich bereitet mich auf einen langen, ruhigen und entspannten ersten Tag vor. Einen ganzen Tag, 20 Stunden, nur vor dem TV Gerät sitzen und fernsehen. Zu beginn schaute ich mir Comicserien an. Es war wie in meiner frühen Kindheit, als ich morgens um sechs Uhr aufgestanden bin nur um mir Superman, Spiderman, und andere Diverse Comics an zusehen. Die Zeit verging weiterlesen »

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